Google Analytics weglassen oder doch Analytics 4 nutzen?

Google Analytics weglassen

WISSEN | 35 bis 40 Prozent der Internetnutzer wählen Marketing-Coockies wie Google Analytics ab. Wer Google Analytics weiternutzt, analysiert das Besucherverhalten der restlichen Seitenbesucher. Statistiker würden die gewonnen Daten nie auf die Gesamtheit der Seitenbesucher hochrechnen. Die Daten der Teilmenge sind nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit. Deshalb fließen diese offensichtlich falschen Daten nicht mehr die Ranking-Algorithmen von Google ein.

Josef Frick © SEO-Frick.com

Upgrade am Ende des Berichts: Lesen Sie die Hinweise zum neuen Google Analytics 4, das ohne Speicherung der IP-Adresse eines Users arbeitet und wirklich repräsentative Ergebnisse liefert.

Google Analytics liefert Daten, die nicht repräsentativ für alle Seitenbesucher sind

Kaum war der Coockie-Hinweis im Mai 2020 online, stiegt das Besucheraufkommen auf Online-Druck.biz kontinuierlich an. 

Seit dem Start der Coockie-Richtline Mitte 2020 hat sich im Rankingverhalten von Domains viel verändert. Die Höhe des Preises, die Warenverfügbarkeit oder Lieferverzögerungen spielen beim Ranken plötzlich keine Rolle mehr. Google selbst interessiert sich nicht mehr dafür, was auf der Seite passiert. Rückschlüsse zieht Google nur noch über das wiederkehrende Verhalten von Besuchern über Chrome. So ist es nicht verwunderlich, dass die Lieferausfälle während der Corona-Krise überhaupt keinen Einfluss auf das Ranking von Seiten haben. Ob ein Produkt lieferbar ist o der nicht, ist kein Rankingkriterium.

Das Nutzerverhalten auf der Website ist für Google nicht mehr relevant

Dabei spielt Google in die Karten, dass die Netzbetreiber den Privat-Rechnern weniger oft neue IP-Adressen zuweisen. Das wird normalerweise gemacht, um die Privatsphäre der Internetnutzer zu schützen und eine allzu heftige Nachverfolgung über die IP-Adresse des Rechners zu verhindern. Nun gibt es das Problem, dass die 4,3 Milliarden IPv4 Ziffern nicht mehr reichen, wenn jetzt schon Kühlschränke und mit einer eindeutigen IP-Adresse ausgestattet werden. Nun werden nach und nach die neuen Rechner mit IPv6 Nummer versorgt, die möglicherweise für die ganze Milchstraße reichen dürften. Doch zurück zur Frage, warum sich Google nicht mehr für die Daten aus Google Analytics interessiert.

Aus der Grundgesamtheit wurde über Nacht eine Stichprobe

Google interessiert sich aus gutem Grund nicht mehr für das Nutzerverhalten auf Websites.

Sie können davon ausgehen, dass bei Google nur Profis arbeiten, die mehr als eine Ahnung von Statistik haben. Es ist ganz einfach: 35 bis 40 Prozent der Seitenbesucher klicken beim ersten Erscheinen der lästigen Coockie-Befragung an, dass sie beim Surfen nicht verfolgt werden wollen. Das hatte zur Folge, dass Google Analytics über Nacht plötzlich nur noch etwas mehr als die Hälfte der Besucher dokumentierte.

Die Stichprobe bei Google Analytics ist nicht repräsentativ, daher falsch

Aus der Statistik weiß man, dass die Grundgesamtheit aller Besucher eines Online-Shops alle Besucher sind, also 100 Prozent. Die restlichen 60 bis 65 Prozent bilden eine Stichprobe. Das Problem dieser Stichprobe ist, dass diese nicht nach einem Zufallsprinzip ausgewählt wurde, sondern Menschen sind, denen die Verfolgung ihres Klickverhaltens auf einem Shop egal waren.

Google Analytics weglassen?

Möglicherweise haben sich die Zahlen durch die nervige Klickerei verändert, doch was Genaues weiß man nicht, da nicht erfassbar. Google würde niemals den Fehler machen, zweifelhafte Daten als Grundlage für Rankingentscheidungen heranzuziehen. Sie können darauf spekulieren, dass die restlichen Zahlen schon einigermaßen stimmen werden. Das ist Spekulation, aber keine Grundlage für Marketingentscheidungen.

Je weniger Daten, desto unwahrscheinlicher ist das Ergebnis richtig

Es kommt hinzu, dass durch das Fehlen von 35 bis 40 % der Daten die Datenbasis massiv eingeschränkt ist. Wenn Sie nun auf Basis von 500 Fällen oder weniger Entscheidungen treffen, wird die Schwankungsbreite einer Aussage viel größer. Das heißt konkret, dass enge Ergebnisse – und die meisten Ergebnisse sind eng – zufällig so sein könnten.

Das ist neu und hilfreich für Sie:

Google Analytics 4 – wir waren zuerst skeptisch jetzt sehr positiv überrascht

Ganz unten in diesem Bericht haben wir Ihnen die wesentlichen Funktionen von Google Analytics 4 im FAQ-Modus aufbereitet. Wesentlich ist, dass Google keine IP-Adressen mehr speichert. Sie erfahren Insights zum Verhalten über den kompletten Kaufzyklus Ihrer Kunden über verschiedene Websites und Apps hinweg. Hoch interessant erscheinen uns KI-Analysen, mit denen Sie Kaufzyklen Ihrer Zielgruppen erkennen können. Sie erhöhen mit dieser Erkenntnis den ROI und senken gleichzeitig die Marketingkosten, da zielgerichteter. Das funktioniert auch deshalb, weil Sie Ads-Analysen jetzt direkt in Analytics 4 machen können.

Wer sonst noch Nutzerdaten erfasst und analysiert

Es ist schon Grauzone genug, wenn die Website-Server egal wo in der Welt automatisiert die IP-Adressen jeden Besuchers registrieren und für die Abwehr von möglichen Angriffen zeitlich befristet aufbewahren. Die meisten Shopserver stehen in den USA und nicht in Deutschland oder der EU. Die Erfassung der Nutzerdaten sind zum Betrieb eines Servers notwendig. Doch wer hat jemals schon in einem Serverpark nachgeschaut, wer Zugriff auf diese Datenschätze hat?

Doppelmoral Datenschutz: Jeder will Statistiken aber nicht von eigenen Daten

Auf Serverfarmen und Telekommunikationsnetzen werden Daten aller Art gesammelt. Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß.

Dann gibt es die Telekommunikationsunternehmen, die Daten sammeln und an weltweit agierende Organisationen wie die ITU weiterleiten. Diese wiederum beauftragt die Abteilung ICT Data and Analytics (IDA) mit der Erhebung, Überprüfung und Harmonisierung von Telekommunikations-Statistiken für 200 Volkswirtschaften weltweit. Diese kommt zum Ergebnis, dass 2021 ungefähr 4,9 Milliarden Menschen – oder 63 % der Weltbevölkerung – das Internet genutzt haben.

Der Ursprung dieser vielen interessanten Statistiken bilden Zählungen auf Servern und Netzwerken die Datenbasis, ohne dass je ein Internetnutzer dazu dazu eingewilligt hat. Die europäische DSGVO ist gut gemeinter Datenschutz. Alle Regierungen und auch die Nutzer selber sind an Statistiken aller Art interessiert. Nur die Nutzung der eigenen Daten lehnt man eher ab. Ausbaden dürfen diese Doppelmoral Website-Betreiber aus Deutschland, denen unvollständige und fehlerhafte Daten für die Optimierung des Kundennutzens zur Verfügung stehen. Die restliche Welt lacht und sammelt munter weiter, selbstverständlich auch von User aus Deutschland.

Lesen Sie die Einschätzung von Sistrix und lernen Sie die Unterschiede zwischen der Google Search Console und den Sistrixzahlen kennen

Sistrix befasst sind sehr intensiv mit dem Erheben und Bewerten von Rankings. Fakt ist, dass sich die Zahlen von Sistrix und den Zahlen der Google Search Console unterscheiden. Die Unterschiede sind nachvollziehbar und entstehen durch unterschiedliche Erhebungsmethoden. Außerdem differenziert Sistrix zwischen den Rankings bei der Desktop-Nutzung und der mobilen Nutzung. Sie sollten verstehen, dass mobile Nutzer viel seltener auf die zweite Ergebnisseite gehen als Desktopnutzer. Die Zahl der mobilen Nutzer steigt. Deshalb ermittelt Sistrix beide Werte. Unsere Einschätzung, dass die Google-Werte seit der Einführung der Coockie-Richtlinie gar nicht mehr stimmen können, teilt Sistrix.

A/B Testing – wann habt Ihr die Ergebnisse endlich in der Nase?

Ich wundere mich sehr, dass immer noch A/B Test im SEO-Marketing eine Rolle spielen. Mich würde interessieren, wieviele Fälle die Grundlage der Untersuchungen sind und der Entscheidung, welche Version nun die erfolgreichere sein soll. So beschleicht mich ein seltsames Gefühl, warum SEO-Profils immer wieder bei Adam und Eva anfangen und nach Jahren der A/B-Testerei noch kein Nase dafür haben, was bei Shopbesuchern so ankommt. Lesen Sie dazu unsere Wissensseite AB-Test im Online Marketing.

Die Daten aus den realen Umsätzen sind richtig

Am Ende des Tages sind die Daten aus den realen Umsätzen die einzig richtigen. Alle Umsätze mit allen Details können erfasst werden, ohne auf die Verhaltensdaten der Kunden zu schauen. Stichwort: Big Data.

Sie wollen Alternativen zur Optimierung Ihrer Seite erfahren? Dann vermeiden Sie doch einfach Fehler, die andere schon gemacht haben. Lesen Sie dazu den Beitrag SEO Ranking und die besten Suchbegriffe.

FAQ – Google Analytics 4 ist da

Das neue Google Analytics 4 ist da und ab dem 01. Juli 2023 geht das aktuelle Google Analytic in Rente. Wer jetzt umsteigt, kann Bestandsdaten retten. Aber wirklich: Was bringt mir Google Analytics 4? Jetzt werden immer weniger meiner Seitenbesucher getrackt. Was macht Google Analytics 4 besser und wie soll das funktionieren?

Soll ich jetzt schon auf Google Analytics 4 umstellen?

Ab dem 01. Juli 2023 erhebt Google im bisherigen Analytics keine Daten mehr. Sie sollten jetzt Ihre Bestandsdaten exportieren und zeitnah auf Google Analytics 4 umstellen. Sie bauen dadurch bereits jetzt einen aussagekräftigeren Datenbestand auf. Analytics 4 arbeitet plattformübergreifend und verlässt sich nicht nur auf die umstrittenen Cookies.

Warum hat das bisherige Google Analytics ausgedient?

Das bisherige Google Analytics liefert Ihnen einen großen Datenbestand über das Nutzerverhalten Ihrer Seitenbesucher. Weil nur Cookie-Daten erhoben werden, geben Ihnen diese Daten leider keine repräsentativen Aussagen über alle Seitenbesucher. Etwa 40 % oder mehr der Seitenbesucher darf Google nicht tracken. Google Analytics 4 liefert Ihnen bessere Ergebnisse.

Wie kann mir Google Analytics 4 ohne IP-Adressen Insights liefern?

Russel Ketchum ist Chef von Google Analytics und sagt: Google Analytics 4 speichert keine IP-Adressen mehr. Trotzdem liefert Analytics 4 Insights zum Kundenlebenszyklus über verschiedene Websites und Apps hinweg. Benutzer von Analytics 4 können den Verkaufstrichter besser verstehen, Abbrüche verringern und die Klickraten erhöhen. 

Kann ich Daten aus den Google Kauftools jetzt auch in Analytics 4 sehen?

Daten aus Search-Ads können Sie jetzt direkt in Google Analytics 4 sehen und Ihre Kampagnenleistung verbessern. Sie verstehen dadurch besser die Kaufzyklen Ihren Kunden und können Ihr Marketing auf den Zeitpunkt der Kauferwartung ausrichten. Ihr ROI kann sich dadurch wesentlich verbessern bei gleichzeitiger Senkung Ihrer Kosten pro Aktion. 

Warum soll ich trotzdem Analytics 360 nutzen, wenn Analytics 4 so gut ist?

Analytics 360 bietet Lösungen für Ihre Data-Governance-Anforderungen, wenn Sie externe Teams und Werbeagenturen einsetzen. Die Limits sind bei Analytics 360 höher. Sie haben bis zu 125 benutzerdefinierte Dimensionen, 400 Zielgruppen und 50 Conversion-Typen für jede Property.

Wie bekommt Google mit Analytics 4 die Kurve?

Wir sind sicher, dass Google keine einzelnen Seitenbesucher mehr verfolgt, sondern Intensionen von Clustern versteht. Das fängt schon beim Verständnis der unterschiedlichen Suchintentionen an: Do, Know, Know Simple, Web, Visit und Spaß. Die Google-KI erkennt Kaufzyklen für Sie. Wenn Sie genau im Bedarfszyklus werben, senken Sie den Aufwand und erhöhen Sie den ROI.

Lernen Sie die besten SEO Dienstleister in Deutschland  kennen:

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Erfahren Sie alles, was aus SEO-Sicht wichtig ist. 

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