Fakeshop enttarnen

23 % der Menschen haben beim Online-Shopping eine Betrugserfahrung gemacht | Fakeshop enttarnen
23 % der Online-Shopper haben schon eine Betrugserfahrung gemacht. Quelle: Bitkom Befragung Oktober 2019 | Grafik: SEO-frick.com

WISSEN | Eine Fakeshopliste hilft Ihnen nicht weiter. Sobald ein Shop auf einer Liste betrügerischen Shops steht, ist dieser mit einem neuen Namen auf Kundenfang. Wenn es dumm läuft, ist der Shop weiter aktiv, weil die Behörden keinen Zugriff bekommen. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Fakeshop sicher enttarnen können. Wie soll das funktionieren? Ein Fakeshop hat keine Historie. Diese können Sie selber ganz einfach checken. Sie lernen, wie Sie einen seriösen Shop mit Lieferschwierigkeiten von einem kriminellen Fakeshop unterscheiden können. 

Autor: Josef Frick © SEO-Frick.com

So enttarnen Sie einen Fakeshop

Sie sehen schon: Der Übergang von einem seriösen Onlineshop zu einem betrügerischen Fakeshop kann fließend sein. In Zeiten von Materialknappheit kann auch ein bisher gut bewerteter Shop schnell in Lieferverzug geraten. Nicht jeder an sich seriöse Anbieter ist in der Lage, die Lieferzusage im Shop tagesaktuell zu halten. Dazu ist eine erp-gesteuerte, hoch automatisierte Warenwirtschaft erforderlich, über die nicht jeder Anbieter verfügt. Dazu kommt eine erforderliche knappe Personaldecke, um beste Online-Preise überhaupt erst möglich zu machen.

23 % der Online-Shopper berichten über eine Betrugserfahrung

Der Digitalverband Bitkom hat im Oktober 2019 eine repräsentative Befragung beauftragt. Danach haben 23 % der Befragten schon eine Betrugserfahrung beim Online-Shopping gemacht. Dabei waren 84 % eine verspätete Lieferung und 79 % eine anschließende unerwünschte Werbung. Die Erfahrung mit einem Fakeshop hatten keiner der 1.024 Befragten gemacht. 

Lesen Sie unsere Tipps, damit Sie nicht in die Verlegenheit kommen, bei einen Fakeshop zu bestellen. Dabei helfen Ihnen keine 0815-Tipps, über die Betrüger nur milde lächeln. Lernen Sie kriminalistische Ermittlungswerkzeuge kennen, über die Sie staunen werden.

Jeder 3.500-ste Internetkauf wird zu einer registrierten Straftat Internet

Der Onlineumsatz in Deutschland betrug im Jahr 2020 etwa 76 Mrd. € lt. HDE in Köln. Das Bundeskriminalamt hat im gleichen Zeitraum 320.323 Straftaten mit dem Tatmittel Internet registriert. Davon waren 75,8 % Vermögens-  oder Fälschungsdelikte, also 242.800. Wir schätzen den durchschnittlichen Warenwert je Einkauf auf etwa 80.- bis 100,- €. Dann kann man grob davon ausgehen, dass jeder 3.500-ste Internetkauf zu einer registrierten Straftat wird. Wenn Sie jeden Tag eine Bestellung aufgeben, werden Sie alle neun bis zehn Jahre an einen Betrüger geraten. Niemand weiß aber, wie viele Taten nicht in das Straftatenregister des Bundeskriminalamts gelangen. Ihr reales Risiko könnte also auch bei einmal im Jahr liegen. Grund genug, Ihr Wissen über Internetshops zu verbessern. 

WISO Crime berichtet über Fakeshops und wie die Kriminellen vorgehen

Wiso Crime ist eine Verbraucherschutz-Reihe des ZDF. Am 22.11.2021 erschient die Sendung: Vorsicht Fakeshops im Internet: Bestellt – bezahlt – reingefallen. Hier erfahren Sie die Details: Das Bundeskriminalamt schätzt, dass 2020 etwa 3.000 Fakeshops online waren. Die ZDF-Reporter sprechen mit einem Insider, der aktuell wegen Fakeshopbetrug einsitzt: Ein Fakeshop braucht ein Impressum mit einer deutschen Adresse und den Namen eines deutschen Geschäftsführers. Die Shops sehen echt aus. Wichtig ist der Preis der Ware. Würden die Produkte nur die Hälfte kosten, würden Verbrauchen misstrauisch werden. Die Preise liegen etwas unter den Marktpreisen, aber nicht viel.

Beim Fakeshop funktioniert nur die Vorkasse

Im konkret untersuchten Fall gibt es viele Zahlungsoptionen, aber nur die Vorkasse funktioniert. Nach der Bestellung erhalten die Kunden die Bankverbindung. Es gibt positive Kundenbewertungen, die aber gefakt sind. Der konkret untersuchte Fakeshop war als solcher bereits bekannt. Die Behörden waren nicht in der Lage, den Shop kurzfristig abzuschalten. Das ZDF-Team konnte dadurch eine Testbestellung machen, doch dank Kryptoverlagerung der Shopeinnahmen konnte der Inhaber nicht ermittelt werden. Sie erfahren hier, wie Sie zuverlässig jeden Fakeshop relativ einfach selbst enttarnen können. 

Woran Sie einen Fakeshop nicht erkennen können

Sie können davon ausgehen, dass Fakeshop-Anbieter Profis sind. Wenn Sie eine Onlineproduktabbildung kopieren, unterscheidet sich diese nicht im Geringsten vom Original. Ebenso verhält es sich mit Produkttexten und Logos. Selbstverständlich können auch Gütesiegel 1:1 aus einem beliebigen Shop kopiert und in einen Fakeshop eingebaut werden. Wir haben die Infos der Verbraucherzentralen gelesen und staunen, dass die Warnhinweise doch sehr an der Oberfläche liegen und Faktenwissen offensichtlich fehlt.

Ein Fakeshop setzt auf Ihren Jagdinstinkt nach einem glaubwürdigen Schnäppchen

Clevere Fakeshops sind so aufgebaut, dass jederzeit die Firmierung ausgetauscht werden kann oder dass ein Mastershop mit x-beliebig vielen Clientshops auf Beutezug unterwegs ist. Die Betrüger nutzen Ihren Jagdinstinkt und wissen, dass Sie bei einem super Angebot unvorsichtig werden, Ihre Chance sehen und dass Sie in diesem Moment Risiken ausblenden. Sie können jedoch diese Leute enttarnen, wenn Sie bereit sind, Ihr Wissen über Online-Shopping zu erweitern. Lernen Sie dazu frei zugängliche Werkzeuge kennen, die Ihnen erstaunliche Insights von jedem Shop offenlegen. Betrüger rechnen mit der Unwissenheit Ihrer Opfer. Wenn Sie jedoch diese Seite komplett lesen und verstehen, wissen Sie möglicherweise mehr als die Fakeshop-Betrüger.

Shop-Betrüger sind faul – zählen Sie die Shopseiten

Ein etablierter Onlineshop wächst und wächst. Da sammeln sich im Laufe der Jahre leicht 1.000 und mehr Seiten an. Shop-Betrüger sind faul. Sie werden kein großes Shopangebot aufbauen, sondern sich auf ein paar Lockangebote konzentrieren. Seriöse Shopanbieter melden Ihre Seiten bei Google an, damit die Suchmaschine die Seiten listet. Das geht nicht von heute auf morgen. Bis alle Seiten eines neuen Shops in den Google Suchergebnissen gelistet sind, kann es Wochen dauern. Ein Fakeshop hat gar keine Chance, seine Seiten schnell in den Google-Index zu bekommen. Bevor die ersten Seiten erscheinen, wird er umfirmieren und unter einer neuen Identität auf Opferfang gehen.

Diese Checks können Sie wirklich sehr einfach selber durchführen. Enttarnen Sie Fakeshops.

So gehen Sie vor: Schreiben Sie in die Browserleiste site:und-den-shopnamen.de. Er erscheint nun ein Google-Ergebnis wie oben. Google sagt Ihnen, wie viele Seiten eines Shops im Google-Index sind. Im Falle von online-druck.biz listet Google 7.190 Einträge. Ein Shop mit so vielen Seiten ist seriös, die entstehen nicht über Nacht. Listet Google nur sehr wenige Seiten auf, dann ist der Shop neu oder extrem klein. In dem Fall sollten Sie weiter recherchieren, warum das so ist.

Ein Fakeshop rankt nicht bei Google, er verkauft nur über Anzeigen

Wenn Google die Seiten des Fakeshops nicht listet, finden Sie diese auch nicht über die organische Google-Suche, sondern nur über bezahlte Anzeigen. Ein seriöser Shop wird sehr darauf achten, dass sein Angebot bei Google gefunden wird. Wer jedoch gar keine Produkte verkaufen, sondern nur das Geld der Besteller abgreifen möchte, gibt auch mal zwischen 5 und 100,- € für einen Neukunden aus. Das ist der Grund, warum Fakeshops nur relativ wertvolle Produkte mit hohen Umsätzen je Bestellung bewerben und niemals Billigprodukte unter zehn Euro. Es können schon ein paar Billigprodukte als Tarnung im Shop stehen, aber in den Verkaufsanzeigen werden nur Produkte mit hohen Summen beworben.

Der Shopname und die erste Seite bei einem Fakeshop und einem seriösen Shop

Ein Betrugsshop ist so aufgebaut, dass der Shopname schnell und ohne großen Aufwand geändert werden kann. Ein seriöser Shop verwendet viel Aufmerksamkeit auf seine wichtigste Seite, die erste Seite. Er wird den Shopnamen wiederholen und in den höchsten Tönen loben. Das ist auch wichtig für den Aufbau eines guten Suchmaschinenrankings, dem SEO Ranking.

Gehen Sie einfach auf die Startseite und wählen Sie Strg + F für finden. Geben Sie nun den Shopnamen ein. Ihr Rechner zählt nun, wie oft der der Name des Shops im Text der Titelseite auftaucht. Hier Beispiele: Amazon: 33 x, eBay 18 x, Zalando 8 x, Otto 19 x, Ikea 12 x, Sky 35 x, Edeka 20 x, Aldi-Süd 17 x, Aldi-Nord 43 x, Cewe 56 x. Ein Fakeshop hat kein Interesse für den Bekanntmachung seines Shopnamens. Immerhin müsste bei jeder Umfirmierung der Name auf der Titelseite und auf den Bestellseiten geändert werden. Da Betrüger von Haus aus faul sind, werden sie den Shopnamen sehr sparsam oder gar nicht im Text verwenden. Befinden Sie sich auf einem Shop, bei dem der Name des Shops im Text kaum vorkommt, sollten Sie vorsichtig sein und weiter recherchieren.

Das Impressum ist kein gutes Qualitätskriterium für einen Onlineshop

Deutsche Shopbetreiber müssen auf ihrer Internetseite eine Anbieterkennzeichnung veröffentlichen, kein Impressum. Gehen Sie auf die deutsche Seite von Apple, finden Sie weder eine Anbieterkennzeichnung noch ein Impressum. Wie Sie sich denken können, gilt die Pflicht  auf Shops mit Firmensitz in Deutschland. Da internationale Konzerne hier keine Steuern bezahlen wollen, brauchen Sie auch kein Impressum. Das mag unsolidarisch sein, aber ein fehlendes Impressum wegen ausländischem Firmenstandort ist kein Qualitätskriterium für einen Onlineshop. Somit ist ein fehlendes oder gefälschtes Impressum kein Hinweis auf einen Fakeshop. Selbst ein ordnungsgemäßes Impressum auf einem deutschen Shop nennt zwar den Firmennamen, der aber in aller Regel nichts mit dem Namen des Shops zu tun hat.

Auf einem Fakeshop könnte also jedes einigermaßen passende Impressum eines bestehenden Unternehmens stehen, ohne verdächtig zu machen. Wenn man wissen möchte, wer tatsächlich für den Shop verantwortlich ist, muss man sehr tief in die Trickkiste greifen. Die wünschenswerte Transparenz im Sinne eines wirksamen Verbraucherschutzes verhindert der Datenschutz. Der Schutz der persönlichen Daten des Shopbetreibers wiegt höher, als das Interesse der Verbraucher, die zweifelsfrei wissen wollen, wer einen Shop wirklich betreibt, wo der Server steht und ob an der Seriosität des Shops gezweifelt werden sollte.

Das Ausspionieren eines Online-Shops ist legal und legitim

Lesen Sie ganz einfach die Serverdaten eines Online-Shops aus. Sie erfahren möglicherweise mehr, als dem Owner der Website lieb ist.

Wer einen Online-Shop ob legal oder aus betrügerischer Absicht betreiben will, braucht einen Server, auf dem die Shopdaten liegen. Jeder Server weltweit funktioniert nur dann, wenn er eine eindeutige IP-Adresse hat. Wo der Server steht, wer den Server hostet, wer den Server rechtlich betreut, wer für die Domain administrativ oder technisch verantwortlich ist und welche Domains auf der Server-IP liegen, ist in einer Art elektronischer Telefonbücher hinterlegt. Die organisatorische Leitung von DE-Seiten obliegt der Denic. Länderunabhängige Domains mit Endungen wie .com usw. werden von der ICANN verwaltet. Wenn man eine mißbräuchliche Nutzung einer Domain feststellt, kann man sich bei der Denic oder der ICANN beschweren. Man kann auch Fälle in eine Schwarze Liste eintragen, auf die ein Seitenbetreiber reagieren kann.

Fakeshop ausspionieren nach allen Regeln der Kunst

Wenn Sie nun Internas der Server erfahren oder einen Eintrag in die Schwarze Liste machen wollen, sind die offiziellen Wege aus Datenschutzgründen nicht besonders ergiebig. Besonders knausig sind die Infos von Seiten mit der Endung de. Das nach außen sichtbare Verzeichnis der Denic verdient aus Sicht des Verbraucherschutzes die Note 6. Nachschauen lohnt sich nicht. Bei nichtländerspezifischen Endungen wie .biz bringt die Seite von Eurodns ganz brauchbare Ergebnisse. Aber selbst nach internationalem Recht können persönliche Daten der Shopbetreiber wie Namen, Adressen oder Telefonnummern unterdrückt werden. Eurodns verdient aus Sicht des Verbraucherschutzes bei nicht länderspezifischen Seiten die Note 3 bis 4. 

Deutlich ergiebiger sind die Auskünfte auf der Seite von myip.ms. Hierbei handelt es sich um eine Seite mit allen bekannten Details jeden Servers, der irgendwo auf der Welt steht. Ich will Ihnen am Beispiel von Ikea.de zeigen, was die Einträge bedeuten und was bei einem Fakeshop anders wäre:

Recherchedaten über Shops richtig verstehen

Fast alle großen Websites liegen auf Servern in den USA oder in Deutschland. Wenn Sie auf die deutsche IKEA-Seite gehen, stöbern Sie auf einem Server mitten in den USA nach schwedischen Möbelteilen. Machen Sie das mit Ihrem Handy ohne WLAN, wird Ihnen das Surfen möglicherweise nicht schnell genug gehen. Seit Google die Schnelligkeit einer Website ins Rankingverhalten einbezieht, macht es Sinn, eine deutsche Seite in Deutschland zu hosten. Die mobilen Ladezeiten reduzieren sich deutlich. Wenn Sie Näheres zum Hostingunternehmen und dem Hosting-Websitebetreiber erfahren wollen, finden Sie dort die Kontaktdaten bis zu Telefonnummern. Ein Fakeshop findet möglicherweise keinen Serverbetreiber aus Deutschland oder den USA. Wenn also eine Seite für den deutschen Markt in Osteuropa gehostet wird, dann sinkt die Vertrauenswürdigkeit total in den Keller. 

Wie bei privaten Rechnern vergeben die Netzbetreiber immer wieder neue IP-Adressen. Bei Privat-Rechnern soll dadurch die Anonymität Ihres Rechners verbessert werden. Bei Domains werden gelegentlich die IP-Adressen geändert, aber penibel dokumentiert. Man kann jederzeit nachvollziehen, wann die Ikea-Seite welche IP-Adresse hatte.

Überraschenderweise leistet sich Ikea für seine Domain keinen eigenen Server. Auf der IP-Adresse des Servers liegen 2.144 weitere Domains, die mit Ikea nicht das Geringste zu tun haben. Dieses Vorgehen findet man vorwiegend bei Domain-Discountern, die billig eine Domain mit Shopsoftware verkaufen und in den USA hosten. Ist nun ein Fakeshop unter den Nachbarn, erhält dieser mit Sicherheit einen Eintrag in der Blacklist und die ganze IP-Adresse wird dadurch im Google-Ansehen geschädigt.

Die Blacklist ist ein scharfes Schwert für einen Online-Shop

Sie kommen übrigens über diese Rechercheseite per Link auf die Blacklist der IP-Adresse, auf der Sie Einträge machen können. Der Shopbetreiber wird sich dann sputen, das Problem zu lösen und eine Lösung des Eintrages beantragen. Fakeshopbetrüger werden möglicherweise aus Gründen der Faulheit die weiten Fakeshops auf der gleichen IP-Adresse hosten lassen. Man kann dann leicht nachvollziehen, auf welchen Shops die gleiche Betrugsmasche läuft. Die Recherche auf MyIP.ms ist ein sehr gutes Mittel, um Licht ins Dunkel eines Shops zu bringen. 

Hinweis Ikea: Die Domain ikea.de ist die alte Seite von Ikea. Die neue Domain für Deutschland heißt: ikea.com/de/de/. Man nimmt also die internationale Domain und bildet daraus die Länderseiten. Bei einem Fakeshop würde die Domain beispielsweise so lauten: ikea.fakeshopxyz.de. Achten Sie also immer darauf, was links vor dem letzten rechten Punkt  der URL steht. Andere geben sich einen handwerklichen Anstrich und nennen sich beispielsweise: elektro-franz-kramer.com.

Man findet auf der Rechercheseite einer Domain auch viele weitere Daten zu den Eigentumsverhältnissen der Domain, oft sogar mit Adressen und Telefonnummern. Falls die Telefonnummer gefälscht ist, kann man sogar die Lösung einer Domain beantragen. Ob als Betrüger oder ehrlicher Shopbetreiber bekommt man nur dann eine Serverdomaine, wenn man die Richtlinien des Registras akzeptiert. Diese bestimmen, dass man alle hinterlegten persönlichen Daten aktuell halten muss. Sogar wenn nur eine Telefonnummer nicht aktualisiert wird, droht das Risiko des Domaineinzuges. Jedermann hat das Recht die Einhaltung dieser Regeln einzufordern.

Aus Datenschutzgründen möchte ich die persönlichen Daten zur Ikeaseite hier nicht zeigen. Glücklicherweise ist das World-Wide-Web nicht auf einen deutschen oder europäischen Mikrokosmos beschränkt. Dann schaut man eben auf eine Seite, für die das deutsche Recht nicht gilt.

Fakeshop-Check Nummer 1: Welche Historie hat ein Internetshop?

Wenn eine Website keine Vergangenheit hat, ist sie neu oder fake.

Wenn Sie wissen wollen, wie lange es schon einen Internetshop gibt und wie er beispielsweise von zehn Jahren ausgesehen hat, können Sie das ganz einfach selber recherchieren. Die Aufdeckung der Historie eines Internetshops ist unglaublich wichtig, um dessen Seriosität einzuschätzen. Viele kleinere Shop geraten wegen der aktuellen Produktknappheit unverschuldet in den Verdacht, ein Fakeshop zu sein. Einträge in die Schwarze Liste sind ein sehr scharfes Schwert und dürfen nur dann gezogen werden, wenn zweifelsfrei Betrug vorliegt. Wenn ein Shopbetreiber aus temporären Gründen ins Schwimmen gerät, ist das zwar für Sie als Kunde ärgerlich. Es liegt aber keine Arglist vor und keine betrügerische Absicht.

Es existiert ein Website-Archiv mit 623 Milliarden Einträgen aus der Historie von Internetseiten. Auf dieses Archiv haben Sie freien Zutritt. Bekannt ist das Archiv als WayBackMachineSo sieht die Übersicht von Ikea.de aus:

Erstmals wurden die Homepage von Ikea am 5. Oktober 1998 gespeichert. Bis zum 25. Oktober 2021 existieren 2.943 Versionen von Ikea, geordnet im Zeitstrahl. Wenn Sie sehr alte Versionen ansehen möchten, wird das nur rudimentär klappen. Mit einem alten Rechner und der Browsersoftware dieser Zeit würden die Seitenansicht funktionieren. Wenn Sie historisch interessiert sind, brauchen Sie alte Rechner mit alter Software. Zurück zum Fakeshop: Es wird keine Shop-Ansicht auf der WayBackMachine geben. Ihre Alarmglocken läuten auf höchster Stufe. 

Sie tragen sich selbst mit dem Gedanken, einen einen Webshop zu eröffnen? Dann finden Sie hier neueste Informationen und eine aktuelle Übersicht über die Webshop-Anbieter für den deutschen Raum.

FAQ – Fakeshop oder seriöser Online Shop?

Sie wollen sicher wissen, ob ein Online Shop seriös ist oder ob es sich um einen Fakeshop handelt? Hier erfahren Sie in Kurzform, wie Sie einen echten Online Shop von einem betrügerischen Shop unterscheiden können.

Wie unterscheide ich einen seriösen Online Shop von einem Fakeshop?

Fakeshops sind schnell da und schnell wieder weg. Fakeshops habe keine Historie. Geben Sie im Internet-Archiv Wayback-Machine die Startseite des Online Shops ein. Sie finden dort den ersten Shop-Eintrag und können diese Shop-Version auch öffnen. Ein seriöser Online Shop ist meist mehrere Jahre online.

Kann ich einen seriösen Online Shop an der Seitenzahl erkennen?

Wenn ein Online-Shop nur sehr wenige Seiten im Google-Index hat, sollten Sie nicht bestellen. Gehen bei der Google Suche ein: site:der-namen-des-online-shops.de Google listet dann die ungefähre Anzahl der Seiten des Online-Shops auf. Klicken Sie sodann am Fuß auf die letzte Seite, zeigt Ihnen Google die genaue Seitenzahl an. Schauen Sie sich auch Einzelseite der Google-Liste an.

Soll ich bei einer Erstbestellung mit Vorkasse bezahlen?

Bei einem seriösen Online Shop funktionieren alle Bezahlmöglichkeiten. Wenn bei einem Online-Shop nur die Vorkasse durchgeht, sollten Sie auf keinen Fall bestellen und bezahlen. Bei Fakeshops funktioniert meist nur die Vorkasse. Seien Sie bei größeren Beträgen besonders vorsichtig, auch wenn Kleinbestellen auf Rechnung durchgehen.

Ist ein fehlendes Impressum ein Hinweis auf einen Fakeshop?

Internationale Shops haben nicht immer ein Impressum, sondern eine Anbieterkennzeichnung, die oft schlecht zu finden ist. Wenn bei einer .de-Domain das Impressum fehlt, sollten Sie vorsichtig sein. Wenn es um höhere Beträge geht und nur Vorkasse funktioniert, sind Sie wahrscheinlich einem Fakeshop auf der Spur.

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